„Große Chancen für deutsche und europäische Werkzeug- und Formenbauer in Brasilien“

Der brasilianische Markt bietet enorme Möglichkeiten für Werkzeug- und Formenbauer sowie Unternehmen aus der gesamten Produktentwicklung, so der Messeveranstalter DEMAT GmbH. Für das Jahr 2011 wird in diesem rasant wachsenden Segment eine Steigerung von 17 Prozent erwartet.

„Mit der EuroMold BRASIL übertragen wir das erfolgreiche Konzept der EuroMold auch nach Südamerika und ermöglichen damit deutschen und europäischen Werkzeug- und Formenbauern, an der enormen Entwicklung in Brasilien teilzuhaben“, so Dr.-Ing. Eberhard Döring, Geschäftsführer der DEMAT GmbH.

Derzeit fertigen die brasilianischen Werkzeug- und Formenbauer zu 98 Prozent für den heimischen Markt. Dabei entwickelt besonders die enorm wachsende Automobilindustrie einen steigenden Bedarf nach Produkten aus dem Bereich Werkzeug- und Formenbau und der gesamten Produktentwicklung.

Mit dem Standort Joinville findet die EuroMold BRASIL im Herzen des brasilianischen Werkzeug- und Formenbaus statt. Von den 2000 brasilianischen Formenbaubetrieben sind allein 400 hier angesiedelt. Im Durchschnitt sind diese mehr als 15 Jahre am Markt und bei einer Größe von durchschnittlich weniger als 50 Beschäftigten sehr mittelständisch geprägt.

„Auch für Zulieferer bieten die brasilianischen Werkzeug- und Formenbauer große Absatzchancen.“ Denn zum einem besteht für die Unternehmen ein hoher Innovationsbedarf, dem sich bereits heute etwa die Hälfte der Betriebe durch Investitionen in Forschung und Entwicklung stellen. Und zweitens lässt auch das Alter der im Werkzeug- und Formenbau verwendeten Maschinen auf einen Innovationsbedarf schließen. Laut einer Studie von Plastico Industrial sind rund ein Viertel der Maschinen zehn bis 19 Jahre alt, 6,7 Prozent der Maschinen sind demnach sogar älter als 20 Jahre. 

Die wichtigsten Abnehmer für Formen in Brasilien sind die Automobil­industrie, gefolgt von der Verpackungs- und der Elektroindustrie. Laut der Studie stammt ein großer Anteil des Bedarfs für Formen aus der Kunststoffproduktion. Hierbei entfallen etwa die Hälfte auf Spritzguss, gefolgt von Blasformen, Duroplastverarbeitung und Thermoformen.